Interview mit Frank Homann, Techn. Leiter der Fa. Haseke.

Wer noch nie etwas von einem Mitarbeiter-Audit gehört hat, kann sich manchmal schwer vorstellen, was die Maßnahme bringen soll. Genau so erging es Frank Homann, der als Technischer Leiter in einem Fertigungsbetrieb mit insgesamt 55 Mitarbeitern tätig ist. Bei der ersten Kontaktaufnahme durch Peter Caleb war er zunächst skeptisch. Inzwischen hat er das Audit durchführen lassen und ist begeistert von den Ergebnissen.

Herr Homann, was genau hat Sie dazu gebracht, das Mitarbeiter-Audit trotz anfänglicher Vorbehalte in Auftrag zu geben?

Frank Homann: Es war ganz klar die Erwartung, 15 % unserer Produktionskosten durch die Maßnahme zu senken. Dabei werden die Kosten natürlich nicht durch das Audit gesenkt, sondern durch die Umsetzung der Empfehlungen daraus. Und diese Arbeit fängt jetzt erst an. Ich weiß aber jetzt schon, dass sich die Investition gelohnt hat.

Aus welchem Grund haben Sie sich für einen externen Berater entschieden?

Frank Homann: Wenn Sie als Führungskraft ohne Vorbereitung auf Ihre Mitarbeiter zugehen und ihnen Fragen stellen, erhalten Sie keine ehrliche Antwort. Die Leute haben zu große Angst vor Nachteilen, die ihnen daraus erwachsen könnten. Peter Caleb hat sich ganz hervorragend auf unsere Leute eingestellt. Er spricht ihre Sprache und schafft es schnell, eine Vertrauensbasis zu ihnen aufzubauen. Das Fragensystem aus dem Audit ist zudem viel zu komplex und zeitintensiv, um es einfach so selbst durchzuführen.

Welche Erwartungen hatten Sie an das Audit?

Frank Homann: Das Audit hatte das Ziel, neue Erkenntnisse über die Informationsverteilung in unserem Unternehmen und speziell in der Produktion zu gewinnen. Peter Caleb sollte ermitteln, ob jeder Mitarbeiter die Informationen und Hilfsmittel an der Hand hat, um seine Tätigkeit optimal auszuführen. Ich war sehr erstaunt, wie viele Defizite durch das Audit aufgedeckt worden sind. So haben wir beispielsweise festgestellt, dass unsere Stellenbeschreibungen zum Teil überhaupt nicht passen.

Welche Erkenntnisse haben Sie dadurch gewonnen?

Frank Homann: Zunächst habe ich erkannt, dass wir in unserer Abteilung viel zu wenig miteinander gesprochen haben. Insbesondere die Kommunikation von unten nach oben hat nicht gut geklappt, da die Mitarbeiter bei Informationsmangel lieber einen Kollegen statt den Vorgesetzten ansprechen. Der nächste fragt wieder seinen Kollegen und so bleibt die Wissenslücke unerkannt. Das Ergebnis: Es wird unglaublich viel Zeit durch unnötige Nachfragen und überflüssige Wege verschwendet. Und dieses Defizit beseitigen wir jetzt.

Wie haben Ihre Mitarbeiter auf das Audit reagiert?

Frank Homann: Zunächst waren einige misstrauisch. Doch inzwischen haben alle den Nutzen erkannt: Sie wissen, welche Informationen ihnen ggf. noch fehlen und wie sie sich selbst weiterentwickeln können. Die Motivation ist im gesamten Team gestiegen und die Leute sprechen mehr miteinander.

Wie lautet ihr Fazit?

Frank Homann: Ich bin sehr froh, dass wir den Auftrag an die Peter Caleb Management- & Wirtschaftsberatung vergeben haben. Ich weiß nun, wie wir unsere Mitarbeiter besser unterstützen können. Wir haben die Arbeitsabläufe und Kommunikationswege verkürzt, was sich sofort auf Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit ausgewirkt hat. Darüber hinaus hat sich das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter für die Qualität der Produkte und fürs Unternehmen erhöht. Wir werden die Mitarbeiter-Audits deshalb auch in anderen Bereichen unseres Unternehmens durchführen und in Zukunft selbstständig einmal im Jahr wiederholen..

Das Interview wurde am 28.11.2005 von der Journalistin Birgit Lutzer durchgeführt.

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